Altersvorsorge

In CSA-Gemeinschaften wird bewusst auf das konventionelle Marktprinzip verzichtet. Doch die Produktion von Lebensmitteln dient nicht nur dem täglichen Bedarf der Gemeinschaft. Die "aktiven Landwirte" der Gemeinschaft, die durch ihre Arbeitskraft die Produkte erzeugen, müssen auch im Alter sozial abgesichert sein. Für die Altersvorsorge der CSA-Landwirte muss aus der Gemeinschaft heraus gesorgt werden.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die von der Rechtsform und der Organisation des Hofes abhängen. In jedem Fall muss die Altersvorsorge der CSA-Landwirte in die Beiträge der Mitglieder einkalkuliert werden.

Wenn die Landwirte in einer CSA-Gemeinschaft selbstständige Unternehmer sind, kann dies direkt bei der Festlegung des Mitgliedsbeitrags geschehen. Die Landwirte könnten sich dann individuell um ihre Altersvorsorge kümmern.

Handelt es sich bei der CSA um eine Genossenschaft oder befindet sie sich im Besitz einer gemeinnützigen Stiftung oder eines gemeinnützigen Vereins, so können die Landwirte als Angestellte ein festes Gehalt erhalten, das sozialversicherungspflichtig ist. So wäre automatisch mit für die Absicherung durch Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung gesorgt.

Auch kann innerhalb der Gemeinschaft eine gegenseitige Sozialversicherung etabliert werden. Dies setzt jedoch ein überdurchschnittlich hohes Maß an Organisation und Solidarität innerhalb der Gruppe voraus.

Wie die Altersvorsorge letztlich im Einzelnen organisiert wird, hängt also vom individuellen Hof und von der Organisationsform der dazugehörigen CSA-Gemeinschaft ab. Unbestritten sollte jedoch sein, dass die Landwirte auch in einer CSA im Alter versorgt sind.

Weitere Informationen rund um die soziale Absicherung im Alter finden sich auf den Seiten von www.hofgruender.de