CSA und der ökologische Landbau

Die Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft nach dem CSA-Modell ist zunächst einmal eine Form des solidarischen Wirtschaftens. Sie ist im Prinzip auf keine besondere Art von Tierhaltung und Ackerbau festgelegt. Trotzdem arbeiten weltweit fast alle CSA-Initiativen nach Grundregeln, die den heutigen Konzepten des Ökologischen Landbaus nahe kommen, ihnen entsprechen oder sogar noch weiter führen. Warum?

Nicht allein der Preis zählt.

Wer nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaus Lebensmittel erzeugen oder solche Erzeugnisse konsumieren will, lässt sich dabei in der Regel nicht alleine von ökonomischen Fragen leiten. Viele Aspekte des Tier- und Umweltschutzes, des langfristigen Erhalts von Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt, der Gesundheit und der Generationengerechtigkeit drohen bei einer einseitig auf ökonomische Leistung ausgerichteten, nicht nachhaltigen Landwirtschaft in den Hintergrund zu treten. Denn diese Gesichtspunkte fließen in die Preisbildung im Lebensmitteleinzelhandel und das Angebot an die Endverbraucher nur teilweise ein. Es ist nach wie vor weltweit möglich, extrem billige Produkte aus einer Form der Landwirtschaft anzubieten, deren schädliche soziale, ökologische und ethische Begleiterscheinungen letztlich zu Lasten der Allgemeinheit gehen, statt in die Preisbildung mit einzugehen.

Es geht um mehr als Profit.

Je mehr Verbraucher dies erkennen, umso stärker wird ihr Wunsch nach einer alternativen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Art der Lebensmittelproduktion. Worauf sie dabei verstärkt Wert gelegt wissen wollen, kann durchaus unterschiedlich sein. In einer CSA-Gemeinschaft fließen diese Wünsche und Wertvorstellungen der einzelnen Mitglieder unmittelbar in die Wirtschaftsweise des Betriebes ein.

Die EU-Rechtsvorschriften für den Ökologischen Landbau und die Richtlinien der Bio-Anbauverbände bieten eine gute Richtschnur für diesen Einigungsprozess zwischen dem "aktiven Landwirt" und seinen "passiven Landwirten". Deshalb legt makeCSA.org besonderen Wert darauf, sie noch bekannter zu machen und jeder CSA-Initiative eng ans Herz zu legen.

Denn bei CSA wie auch beim Ökologischen Landbau geht es um mehr als nur Profit.