Anspannen und Ausspannen

Schonende Bodenbearbeitung mit Pferden (c) Hof Pente

Ein kräftiges Kaltblut zieht eine leichte Egge über die frisch bestellte Ackerfläche. Eine Frau führt es auf seiner Bahn. Die Feldarbeit mit Pferden tut nicht nur dem Boden gut, sondern auch Mensch und Tier. Erst wird angespannt, dann ausgespannt. In einer Gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft kann das für die Beteiligten wieder erlebbar werden - wenn sie es wollen und möglich machen.

Landarbeit mit Pferden statt mit Maschinen weckt nostalgische Gefühle. Doch es ist keinesfalls rückwärtsgewandt oder gar Spinnerei, Pferde zur Feldarbeit einzusetzen. Wissenschaftliche Langzeitversuche, zum Beispiel auf der Wirtschaftsgemeinschaft Hof Hollergraben, belegen zweifelsfrei: Wenn ein Pferdegespann und keine Zugmaschine die Feldarbeit verrichtet, nimmt die Bodenverdichtung ab und die Fruchtbarkeit einer Ackerfläche steigt. Das schont die Umwelt und sichert die wertvollen Anbauflächen nachhaltig für kommende Generationen.

Das Pferdemotiv kam in der Bilderausstellung vor allem bei Frauen gut an. Sie dürfen sich freuen: Wenn eine Gemeinschaft sich entschließt, Pferde auf dem Betrieb einzusetzen, werden fähige und erfahrene Menschen für die Pferdearbeit gebraucht. In der Gesamtwertung gelangte das Bild auf Platz vier.

Und wie gefällt Ihnen dieses Motiv? Mit der Postkartenaktion will makeCSA.org den Hofgemeinschaften und neuen CSA-Projekten ein sympatisches Werkzeug an die Hand geben, viele neue Menschen für die Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft zu gewinnen.

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