Mögliche Rechtsformen und gesetzliche Auflagen

Im Vergleich zu klassischen landwirtschaftlichen Betrieben gibt es beim Aufbau einer CSA-Hofgemeinschaft besondere Bedingungen zu beachten. Wie eine CSA-Gemeinschaft im Einzelnen gestaltet und organisiert wird, sollte unbedingt mit allen Beteiligten der Gründungsgemeinschaft beraten und am besten mit Hilfe juristischer Unterstützung entschieden werden.

Grundsätzlich können Höfe als Gemeinschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Kommanditgesellschaft (KG), Aktiengesellschaft oder als Genossenschaften oder Kapitalgesellschaft (beispielsweise als GmbH) gegründet werden. Die Wahl der Rechtsform sollte allerdings in jedem Fall individuell abgewägt werden.

Die meisten CSA-Höfe haben für sich die Rechtsform der GbR gewählt. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass für die Gründung ein formfreier Gesellschaftsvertrag genügt - eine Eintragung ins Handelsregister ist nicht notwendig. Allerdings haften alle Gesellschafter mit ihrem gesamten Vermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

Andere CSA-Gemeinschaften sind auch als Genossenschaften organisiert. Allerdings bringen Genossenschaften immer auch einen vergleichsweise hohen Gründungs- und Prüfungsaufwand mit sich.

Das Eigentum an Land und Hofgebäuden liegt bei CSA-Gemeinschaften oft in der Hand einer gemeinnützigen Stiftung oder eines gemeinnützigen Vereins, um es aus dem Privatbesitz zu neutralisieren. Die jeweiligen Hofbewirtschafter pachten dann den Betrieb von dem gemeinnützigen Träger. Die Wahl der Rechtsform für den landwirtschaftlichen Betrieb ist davon weitgehend unabhängig, dennoch bieten einige Rechtsformen hier entsprechende Vorteile.

Eine CSA beruht immer auf gegenseitigem Vertrauen und Gemeinschaft. Alle Mitglieder einer CSA-Gemeinschaft bringen dem landwirtschaftlichen Hofbetrieb einen Vertrauensvorschuss entgegen, der auf rechtlich sicheren Füßen stehen sollte. Immerhin träfe der Haftungsfall potentiell alle Mitglieder. Auf der anderen Seite sollte das gemeinsame Wirtschaften nicht nur die Lebensmittelproduktion, sondern auch die Altersvorsorge der Landwirte absichern.

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